Die holsteinische Schweiz
Bei freundlichem Wintergrau und eisiger Kälte machten sich am Sonntag wieder zahlreiche Wanderer und Wanderinnen auf den Weg durch die Holsteinische Schweiz. Dank des Wetters sind wir trotz der hügeligen Moränenlandschaft fast nicht ins Schwitzen gekommen. Auch diesmal wurden drei Touren angeboten: eine Minitour von ca. 4 km, eine mittlere Tour von etwa 9 km und eine lange Tour von 12km.
Für die mittlere und die lange Tour war der Ausgangspunkt die Malenter Au, die Minitour startete in Prinzenholz am Kellersee. Bei der Malenter Au handelt es sich um ein Naturschutzgebiet, das 2009 vom BUND gepachtet und mit zahlreichen Bäumen alter Obstsorten sowie einer Streuobstwiese bepflanzt wurde.
Weiter ging es durch den Wald, der Weg war nicht immer einfach, da er teilweise von Forstfahrzeugen ausgefahren war. Dank des gefrorenen Bodens konnten wir nicht im Matsch stecken bleiben und alle Wanderer und Wanderinnen schlugen sich tapfer durch.
Die mittlere Tour kam am Bahnhof Holsteinische Schweiz vorbei. Die Strecke ist stillgelegt, wird jetzt noch für Draisinefahrten zwischen Malente und Lütjenburg genutzt. Der Name Holsteinische Schweiz geht auf den Kaufmann Johannes Janus zurück, der 1885 das Hotel „Holsteinische Schweiz“ am Kellersee eröffnete. Dieser Name wurde zunächst auf den Bahnhof, später auf die gesamte Umgebung übertragen.
Die lange Tour führte uns noch weiter durch den Wald bis wir dann oberhalb des Krummsees wieder Richtung Malente abbogen. Die Strecke ging entlang des Kellersees und durch Malente wieder zu unserem Startpunkt zurück.
Und wer wollte, konnte sich anschließend im Vital Café Buchenholm wieder aufwärmen und stärken.
Nachtrag:
Es wurde gefragt, was es mit dem „Lost Place“, gemeint ist das Schloss Eggersdorf, auf sich hat. Hierzu kann ich den Bericht der „Lübecker Nachrichten“ empfehlen, siehe https://www.ln-online.de/lokales/ostholstein/lost-place-schloss-eggersdorf-in-malente-verfaellt-COXL3WBASOVFRHK2GJSKA4K7QY.html
Es ist gar nicht so alt, wie es aussieht. Es wurde erst im Jahr 1907 von einem Berliner Kaufmann von einem vornehmen Landsitz zu einem „Schloss“ aufpoliert. Nur starb der gute Kaufmann 10 Jahre später. Daraufhin wechselte das Schloss Eggersdorf mehrfach den Besitzer, sodass heute die Besitzverhältnisse unklar sind.
Text und Bilder: Sabine Baschin / Volker Hubl / 25. 01. 2026