Wanderverein Ostholstein e.V.

Text und Fotos: D. Günzer

Wandern gegen den Winterblues: Am trüben November-Sonntag führt die Wanderung von Giekau zum „Strezerberg“. Die beiden Touren von ca. 11 und 8 km führen über Ölböhm und Fresendorf.
Der Strezerberg ist zwar die zweithöchste Erhebung des Landes, aber dennoch ist er nur 130 Meter hoch. Die Wanderer starten an der Feldsteinkirche St. Johannes, die 1240 erbaut wurde. Die Kirche erinnert in ihrer Bauweise an eine bayerische „Zwiebelkirche“, aber wir sind in Schlweswig-Holstein. Über den Schmiedeberg führt ein Trampelpfad die Gruppe nach „Öhlböhm“. Weiter geht es durch Felder und Wiesen, Richtung Strezerberg. Langsam spürt die Gruppe, wie es aufwärts geht. Die Gruppen gelangen zu einem neuerbauten Unterstand mit einer großen Tafel, auf der die Wege rund um den Strezerberg gekennzeichnet sind.

Hier trennen sich dann auch die beiden Gruppen. Für die „große“ Gruppe heisst es nun: Der Berg ruft! Zuerst geht es steil aufwärts auf den Strezerberg, auf der Höhe findet man einen Funkmast. Leider hat man nur wenig Aussicht in die darunterliegende wunderschöne Landschaft. Aber, wo es rauf geht, geht es auch runter. Die Wanderer geniessen den Duft des herbstlichen Waldes. Rund um den „Strezerberg“ finden sich bedeutende Gräberfelder aus der Jungsteinzeit und Bronzezeit. Vom Strezerberg geht es weiter zum „Grundlosen See“. Dieser liegt eingebettet im bunten Herbstwald. Leider kann man nicht direkt an das Seeufer. Deshalb umrunden die Gruppen den See und sehen ihn aus der Ferne. Er ist sagenumwoben und birgt das Geheimnis einer großen Liebe zwischen einem Korporal und einer Müllerstochter, in der Mitte des 17. Jhds.. Er soll ca. 40 m tief sein, keiner hat es je gemessen.
Die Wanderhinweise der Region führen die Gruppen wieder Richtung Fresendorf. Die Gruppen folgen dem Rundwanderweg „Fledermaus“, der alle wieder zurück nach Giekau führt.