Hoch „Ingeborg“ hält immer noch seine schützende Hand über die Sonntags-Wanderer. Schon bei der Anfahrt sehen wir Kraniche, die auf einem abgeernteten Feld die Sonne geniessen. Los geht es an der geschichtsträchtigen Blücher-Eiche. Die inzwischen abgestorbene Stieleiche ist als Naturdenkmal geschützt. Neben der abgestorbenen Eiche wurde eine neue Eiche gepflanzt. Von hier aus geht es hinein in den Riesebusch. Immer hat die Gruppe die „Schwartau“ im Blick, die sie mehrfach bei ihrer Tour überqueren. Beim Schellbruch, bei Lübeck, mündet die Schwartau in die Trave.
Heute ein kleines Flüsschen, war sie im Mittelalter schiffbar, daher wurde auf dem Höhenrücken eine Fluchtburg angesiedelt, die die Bevölkerung vor Piraten schützen sollte. Die damaligen Nutzungsmöglichkeiten sind der wahrscheinliche Grund dafür, dass das Flusstal der Schwartau bereits sehr früh besiedelt wurde und vorgeschichtliche Besiedlungsspuren aufweist. Nach einem guten Stück Weg kommen die beiden Wandergruppen zum Pariner Berg. Mit seinen 72 m gehört er zu den „höheren Bergen“ in Schleswig-Holstein. Er ist auch ein Erbe der letzten Eiszeit.
Er ist nur gut 10 km Luftlinie von der Lübecker Altstadt entfernt. Bei gutem Wetter wird viel Aussicht geboten. Von der 12,8 Meter hohe Bismarcksäule haben die Wanderer einen guten Blick auf die sieben Türme von Lübeck. Die Säule wurde um 1901/1902 erbaut.
Hoch „Ingeborg“ hat gehalten, was es versprochen hat. Der Dank geht heute an das Herren-Team Gerhard und Jochen, die alles richtig gemacht haben.
