Die Sonntagswanderer treffen sich am Ukleisee. Hoch „Finja“ bereitet sich auf einen sonnigen Wandertag vor. Auch diesmal sind wieder Gäste dabei. In zwei getrennten Gruppen geht es zuerst hinunter zum See. Am Weg findet sich Totholz, daß von vielen Baumpilzen besiedelt wird. Der weitere Weg führt
vorbei am Lebebensee und dem Nücheler See. Ein breiter Streifen Buchenwald säumt den Ukleisee. Die Buchen bevorzugen kalkreiche Böden, die sie im gesamten Ostseeraum finden. Im Laufe der Wanderung kommt die Gruppe an einem slawischen Siedlungsplatz vorbei. Ab dem 8. Jahrhundert besiedelten die Slawen das heutige Schleswig-Holstein.
Alte Erdaufschüttungen und Erdwälle einer frühen Burganlage sind am Ukleisee noch sichtbar. Immer wieder zeigt sich deutlich die Endmoränenlandschaft der Holsteinischen Schweiz. Kurze steile Anstiege wechseln sich mit langgezogenen Abgängen ab. Während einer Mittagspause in der Wintersonne erzählt die Wanderführerin die Sage um den Ukleisee: Vom armen Bauerntöchterchen und dem Ritter. Er soll ihr die Ehe versprochen und es dann nicht gehalten haben. Vor Trauer weinte sie so sehr, daß der See entstand!!! In Wirklichkeit handelt es sich beim Ukleisee um einen Toteissee, der in vormals vergletschertem Gebiet beim Rückzug des Gletschers entstand. Fast schon am Ende der Wanderung kommt die Gruppe zum Aussichtsplateau am Ukleischloß. Hier hat man einen weiten Blick über den teilweise zugefrorenen see. Der Dank heute geht Schleswig-Holstein besten „Wetterfrosch“ und an die beiden Wanderführerinnen Carola und Ute.
