Mit Schwung ins Neue Jahr!
Das hat der Wettergott wohl wörtlich genommen und bescherte den unerschrockenen Wanderern einen kräftigen Süd-West-Wind mit Regen.
Trotzdem startete der Wanderverein mit Wander
ungen zwischen Schürsdorf und Pansdorf ins Wanderjahr. Der Weg führte durch den Wald entlang der malerischen Kalten Beek in Richtung Pansdorf. Entlang des Pansdorfer Moores ergaben sich immer wieder schöne Ausblicke auf das von der Kalten Beek gespeiste Moor. Auch der norddeutsch-winterliche Wald hat seine Reize.
Die Gruppen folgten dann ein Stück lang der Bahnlinie, bis sie zum Mühlenteich am Packan hinuntergelangten. Dieser interessante Name soll in der Zeit entstanden sein, als Kutschen als Verkehrsmittel dienten. Der Weg war sandig, es ging bergauf, die Pferde hatten Mühe zu ziehen und es gab Überfälle. Die Fahrgäste wurden daher gebeten, an dieser Stelle auszusteigen und mit dem Befehl „pack an“ die Kutsche durch das tiefe Geläuf zu schieben, um den Pferden die Arbeit zu erleichtern.
Am Mühlenteich wird die Kalte Beek zu guter Letzt aufgestaut, um wenig später in die Schwartau zu münden. Kürzlich wurde das alte Mühlrad von der Gemeinde Ratekau wieder instandgesetzt und plätschert jetzt fröhlich vor sich hin. Die Wanderer der langen Tour gingen noch etwas weiter durch den Wald Richtung Techau, bevor sie zur Schwartau abbogen und anschließend am Packan eine Pause zu machen. Danach führte der Weg Richtung Waldstück Ohlborg und zu einem der heutigen Highlights, dem Blocksberg.
Der Blocksberg ist ein denkmalgeschützter Ringwall. Es handelt sich um die wohl am besten erhaltene slawische Burganlage in der Region aus dem 8. und 9. Jahrhundert. Der befestigte nördliche Teil eines Geestrückens wird im Westen von der Schwartau, im Norden von einem tiefen Bachtal und im Osten von sumpfigem Gelände umschlossen. Im Süden wurden ein Graben und ein Wall zur Abtrennung von dem übrigen Geestrücken angelegt. Der ungleichmäßig geformte Ringwall hat einen Durchmesser um 110 bis 120 Meter, eine Höhe von 5 bis 8 Metern und fällt in die umgebende Niederung bis zu 20 Meter tief ab. Die Burganlage war nicht ständig bewohnt. Sie wurde in Zeiten der Gefahr aufgesucht.
Nachdem die Wanderer den Ringwall erkundet hatten, machten sie sich wieder auf den Rückweg entlang der Bahnlinie zum Ausgangspunkt, wo die Tour endete und die Wanderer den Wanderführerinnen Christa und Andrea für die Führung dieser – trotz des Wetters – schönen und interessanten Tour dankten. Zumindest sind alle gut durchgepustet worden und können mit Schwung ins Neue Jahr starten!