Fotos und Text: Dagmar Günzer
Tief „Norman“ hat 17 wetterfeste Wanderer vom Sofa geholt. Sie treffen sich vor dem historischen Pfarrhof der Gemeinde Schönwalde, am Fuße des Bungsberges. Hier erwartet uns bereits Pfarrer Dr. Heling. Los geht es auch gleich mit einigen wichtigen Informationen über das historische Pfarrhofensemble. Von der Gründung bis heute hat der Pfarrhof eine turbulente Zeit hinter sich. Von hier aus geht die Führung durch einen Laubengang, bewachsen mit Blauregen, hinauf zur Kirche. Bereits 1240 erstmals erwähnt, handelt es sich um eine Feldsteinkirche, wie sie in Ostholstein häufig zu finden sind. Daneben wurde die ehemalige Leichenhalle zu einem modernen „Gedenkort für die Opfer von Krieg und Gewalt“ umgewidmet. Das blaue Fenster soll den Himmel symbolisieren.
Der weitere Weg führt nun hinunter in den liturgischen Garten. Dieser wurde in den Farben des Kirchenjahres bepflanzt. Also Weiß, Violett und Rot. Alle Farben haben in der Liturgie ihre Bedeutung. Direkt hier beginnt auch der Kreuzweg, gestaltet von dem Künstler Ulrich Lindow.

Gleich hinter dem Garten folgt der vielschichtige Naturerlebnisraum. Ursprünglich ein Todeeisblock aus der letzten Eiszeit, wurde dieser für den Amphibienschutz nutzbar gemacht. Inzwischen wurde hier die Rotbauchunke angesiedelt. Man kann sie vielleicht hören. Ein Holzbohlensteg ermöglicht es, das Gelände zu umrunden. Nicht nur an Tiere und Bäume wurde gedacht, sondern auch an die Menschen, für die viele kleine Plätze, zum Verweilen geschaffen wurden. Über das Pfadfinderhaus und die naturgestützte Pädagogik ging es dann zum Endpunkt dieser Führung. Die Wanderführerin bedankte sich bei Pfarrer Dr. Heling für seine Ausführungen, die mit viel Interesse aufgenommen wurden. Eine Spende des Wandervereins unterstützt die weitere Arbeit des Naturerlebnisraums.
Danach gab es eine weitere „Führung“. Es ging noch durch den Glinder Forst. Auf einer kurzen Wanderung ging es durch den frühsommerlichen Wald. Jährlich am Pfingstsonntag findet hier ein Plattdeutscher Waldgottesdienst statt.
Trotz Regen, von Niesel bis Plattern war alles dabei, hatten alle Wanderer ein Erlebnis der besonderen Art.
(Ein Teil des Textes wurde der Webseite der Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Schönwalde entnommen).
