Die Wanderung an diesem sonnigen Augustsonntag führte uns ins Curauer Moor.
Das Curauer Moor liegt in der Nähe von Ahrensbök. Einst war hier ein See, der verlandete und daraus ein sogenanntes Niedermoor entstand, welches bis spät ins 19. Jahrhundert viele Moorpflanzen beherbergte. In den 1950er Jahren waren Lebensmittel wichtiger als Artenvielfalt. Das Moor wurde trockengelegt und landwirtschaftlich intensiv betrieben.
Vor 25 Jahren macht die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein durch Aufkäufe das Curauer Moor zum Stiftungsland und förderte die Renaturierung des Gebietes. Seither ist das Curauer Moor wieder ein Paradies der Artenvielfalt.
Auf der 11,5 Kilometer langen Strecke gingen wir 11 Wandersleute an kleinen Waldflächen und vielen Feldern entlang. Begleitet wurden wir von vielen Kohlweißling Schmetterlingen. Den Weg säumten Wiesen, auf denen uns die Kühe neugierig nachschauten. Aus der Böschung sprang ein Reh in das nächste tiefe Gestrüpp. Als Naturdenkmal ausgewiesenen Eichen baten ein Habitat für vorbei hüpfende Kröten. Ein Seidenreiher landet sanft an einem Wassertümpel. Diese Landschaft bot eine herrliche Idylle und Entspannung.
Der Weg führte uns durch Schwinkrade, wo im 9. Jahrhundert eine in unserem Bundesland seltene Höhenburg stand, von der heute nur noch der Burgwall übrig ist. Vorbei am Mühlenbach und alter Wassermühle beendeten wir die Wanderung mit einer Einkehr in Steffens Hofcafé in Ahrensbök, das bekannt ist für seine leckeren Eisspezialitäten. Manch einer der Wandergruppe ließ sich dort einen Kälberbecher oder Kuhfladen schmecken.
Text und Fotos: Daniela Oltersdorf