Der erste Herbststurm fegt über das Land, Regen ist angesagt. Trotzdem lassen sich 13 tapfere Wanderer nicht schrecken und treffen sich östlich von Lübeck, um die Herrnburger Binnendüne zu erkunden. Als wir die Wanderungen (7 bzw. 10 km lang) beginnen wollen, lugt sogar die Sonne zwischen den Wolken hervor. Wanderführer Gerhard erzählt, dass die Herrnburger Binnendüne vor Jahrzehnten eine echte Binnendüne mit welligem, sandigem Gelände war. Zu Zeiten des Kalten Krieges befand sich hier die Grenze zwischen der DDR und der BRD. Um die Grenze besser überwachen zu können, ebneten die DDR-Grenztruppen die Binnendüne teilweise ein und entfernten den Bewuchs. So entstand ein fein geharkter Sandstreifen. Nach der Wende eroberte die Natur das Gebiet zurück. Heute sehen wir auf unserer Wanderung kleine Wäldchen mit Birken und Kiefern und dazwischen viel freies Gelände mit artenreichem Trockenrasen und Heide. Im Gegensatz dazu steht das waldreiche Duvenester Moor, das wir zu Beginn der Wanderung durchqueren.
Am Ende sind sich alle einig, dass es wieder eine sehr interessante und abwechslungsreiche Wanderung war, die alle sehr genossen haben. Und – es ist trocken geblieben! Erst als wir schon bei Kaffee und Kuchen sitzen, kommt der nächste kräftige Regen herunter.
Bilder und Text: Volker Hubl / Andrea Looks 05.10.2025