Am heutigen Sonntag trafen sich die Wanderer zunächst im Regionalmuseum der Gemeinde Scharbeutz in Pönitz, um nach einer kurzen Einführung die sehr sehenswerte aktuelle Ausstellung zur Sturmflut von 1872 anzusehen. Das engagierte Team des Museums hat umfangreiche Informationen zur Sturmflut zusammengetragen und sehr anschaulich präsentiert, wobei gleichzeitig auch der Bogen zur heutigen Aufgabe des Küstenschutzes und zum Klimawandel geschlagen wird.
Während die Gruppe noch im Museum weilte, begann draußen der Winter: Dicke Schneeflocken fielen vom grauen Himmel. Trotzdem starteten die Wanderer nach einer guten Stunde im Museum zu einer Wanderung, die sie bei kräftigem Schneefall zunächst an der Aue entlang Richtung Norden führte, dann aber nach Osten Richtung Gronenberg abzweigte. Dort durchquerte die Gruppe den „Dänischen Kanal“, den vor gut 300 Jahren die Plöner Herzöge bauen ließen, um an der Gosebek zwischen Gronenberg und der Ostsee durch Wasserkraft betriebene Mühlen (Korn, Kupfer- und Messingmühle) anzulegen. Dazu wurde der Hügel „Hohe Regel“ zwischen Taschensee und Kleinem Pönitzer See durchstochen. Heute ist der Kanal verrohrt und durch ihn führt der Europäische Fernwanderweg.
Als die Wanderer den Taschensee erreichten, riss der Himmel auf, es war trocken und lud zu einer kleinen Pause ein. Durch Gronenberg – vorbei an der „Gronenberger Mühle“, früher Kornmühle, heute Ferienresort – wanderte die Gruppe weiter zum Großen Pönitzer See. Entlang des Ufers ging es dann durch Pönitz am See zurück zum Ausgangsort.
Alle Wanderer waren sich einig, dass es heute wieder trotz des unerwarteten Wintereinbruchs ein sehr interessanter Wandertag war.
