Bei perfektem Herbstwetter trafen sich an diesem Sonntag 32 Wanderer am Dummersdorfer Ufer an der Trave zwischen Lübeck und Travemünde.
In zwei Gruppen ging es auf die in moderatem Tempo geführten 9 km und die sportlichen 12 km. Die gemütliche Gruppe startete zunächst Richtung Süden, die andere Richtung Norden.
Für die Moderaten ging es zunächst durch Wiesen und Felder an die Trave, wo es bald die ersten schönen Ausblicke auf den Fluss und das gegenüberliegende Mecklenburger Ufer gab. Ein paar Segler nutzten das schöne Wetter für einen letzten Saisonausflug. Dann wandte sich die Gruppe gen Norden, bestieg den am Wege liegenden Aussichtsturm für weitere Ah- und Oh-Erlebnisse. Nach einiger Zeit durch den Wald überquerten wir eine Schafswiese, um ans Wasser zu kommen. Nun waren wir schon mitten im Landschaftsschutzgebiet Dummersdorfer Ufer, wo die Schafe und Ziegen des Landschaftspflegevereins dafür sorgen, dass keine Büsche und Bäume hochwachsen können, und somit die Trockenrasenvegetation mit ihren seltenen Pflanzen erhalten bleibt. Dann ging es auf die Anhöhe Stülper Huk, wo wir zum einen die sportliche Gruppe kurz sahen, zum anderen aber auch eine Ansammlung mittelalterlich gekleideter Menschen. Was die dort wohl trieben? Wir haben nicht gefragt…Wir waren leichter zu erkennen: die Mittelalter-Fans fragten uns, ob wir ein Wanderverein wären aufgrund unserer „merkwürdigen“ Kleidung😃.
Mit bester Aussicht von der Stelle, an der im 12. Jahrhundert das erste Travemünde gestanden haben soll, genießen wir die Pause, bevor es weiter Richtung Norden ging. Auf und ab führte der schmale Weg oberhalb des Steilufers bis an die Grenze zum Skandinavienkai, wo ein weiterer Aussichtturm einen Blick auf die „großen Pötte“, den gegenüberliegenden Priwall und die Pötenitzer Wiek erlaubte. Durch den Wald ging es dann zurück zum Ausgangspunkt. Alle waren sich einig – das war heute eine ganz besonders schöne Wanderung, die man öfter machen sollte.
Text und Bilder: Andrea Looks / Volker Hubl / Regina Strunk 04. 10. 2026