An diesem Augustsonntag mit wechselhaftem Wetter und sommerlich frischen 19 Grad ging es für 21 Wandersleute vom Parkplatz am Sonnenweg zunächst durch den Erholungswald Riesebusch. Auf verschlungenen Pfaden führte Christina begleitet von Wanderhündin Panja die Gruppe zunächst zur malerischen Wilhelmsquelle.
Die Wilhelmsquelle erlangte Bekanntheit durch Thomas Mann, der den Weg hierher detailliert in seinem weltbekannten Roman „Die Buddenbrooks“ verewigte. Die Quelle entspringt direkt am Rand des Schwartautals und mündet nach nur rund 20 Metern direkt in die frisch renaturierte Schwartau.
Im Rahmen des Auenprojekts wurde der langgezogene Flussabschnitt der Schwartau von 2021 bis 2023 umfassend renaturiert und die künstlichen Flussbegradigungen aus den 1930er Jahren rückgängig gemacht. Entstanden ist wunderschönes Naturidyll, durch das die Wanderung weiter ging.
Ein nächster Kulturstop in dieser reizvollen Natur erfolgte an dem archäologischen Denkmal einer Höhenburg aus dem 13 Jahrhundert, die vermutlich als Zuflucht für den Bischof von Lübeck diente.
Eine Pause legte die Gruppe an einem malerischen Plätzchen an der Schwartau ein bis es weiter durch die grüne Natur ging und zum letzten kulturellen Highlight: dem Gedenkstein für den in Lübeck geborenen Lyriker Emanuel Geibel, der sich direkt am Übergang vom Riesebusch zum Kurpark befindet.
Auf dem Gedenkstein steht das wohl berühmteste Gedicht von Emanuel Geibel
„Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus!“
Ein Gedicht, dass den Sinn des Wanderns prima zusammenfasst.
Entlang an den schönen Häusern, die das Schwartauer Kurparkgebiet säumen und Sträuchern mit reifen, leckeren Brombeeren ging es zurück zum Parkplatz Sonnenweg, wo die 8 Kilometer lange Tour endete.
Im Anschluss hatten die Wanderer und Wanderinnen Gelegenheit, den Wandertag im Zentrum von Bad Schwartau bei einem Kaffee ausklingen zu lassen.
Text und Bilder: Daniela Oltersdorf / Barbara Kinzinger 24. 08. 2026