Wanderverein Ostholstein e.V.

Hurra, die Website funktioniert wieder, und somit können die tollen Bilder vom letzten Sonntag betrachtet werden!

Es gab diesmal zwei Wandergruppen in unterschiedlichen Regionen: die kleine Gruppe war auf dem Kornbrennerweg im Herzogtum Lauenburg unterwegs (die oberen 8 Bilder), die große Gruppe wanderte in der Middelburger Au.

Wanderbericht Middelburger Au:

Von Fassensdorf ausgehend, begaben wir uns zunächst zum wunderschönen Ufer des Barkauer Sees.

Unglaublich, wie innerhalb von 1-2 Wochen die Bäume grün wurden und es überall blühte.

Danach leitete uns Wanderführerin Christina etwa 500 Meter über eine Welsh-Black Rinderweide, doch die Tiere hielten sich – leider – versteckt. Hinter Ottendorf ging es Richtung Middelburg. Am Middelburger See störten wir (etwas) eine Dame, die gerade die Schwimmsaison eröffnet hatte. Leider hatten wir kein Badezeug mit, das Wetter wäre geeignet gewesen, immerhin 12 Grad. Zurück ging es über Kuhlbusch zum Ausgangspunkt.

Wanderbericht Kornbrennerweg:

Bei herrlichem Frühlingswetter haben sich einige sportliche Wanderer auf den Weg zu einem Tagesausflug ins Lauenburgische an der Grenze zu Lübeck gemacht.

Der Kornbrennerweg führt uns zunächst entlang des Elbe-Lübeck-Kanal in Richtung Kronsforde, linker Hand liegen die malerischen Altarme der Stecknitz. Die Stecknitz, ein kleines windungsreiches Flüsschen, floss in nördliche Richtung bis zur Lübecker Bucht und die Delvenau südlich von Mölln bis zur Elbe. Durch einen elf Kilometer langen Graben, der die beiden Flüsse verband, entstand der Stecknitzkanal (1391-1398), der älteste künstlich angelegte Wasserweg Nordeuropas. Im Laufe der Jahrhunderte immer mehr begradigt und ausgebaut, entstand aus dem Stecknitzkanal der Elbe-Lübeck-Kanal, der am 16. Juni 1900 im Beisein von Kaiser Wilhelm II. für den Schiffverkehr freigegeben wurde – ein bisschen Bildung muss beim Wandern eben auch sein…

Wir wenden uns vom Kanal ab und durchqueren Kronsforde. Von dort führt unser Weg zum „Kannenbruch“, einem 25 Hektar großen Naturwaldreservat im Südwesten der Hansestadt Lübeck. Hier laufen die Wege in Form eines elfstrahligen Sterns auf ein zentrales Rondell zu, in dessen Mittelpunkt eine sechseckige Bank um eine Eibe herum gebaut wurde.  Bevor wir dort hinkommen, kommt aber die heutige Abenteuereinlage: zunächst gilt es einen großen, quer über den Weg gestürzten Baum zu überklettern. Dann muss kurz vor dem Rondell über einen Balken balanciert werden, um einen Graben zu überqueren. Alle Wanderer meistern diese Prüfungen mit Bravour und werden mit einer Pause belohnt.

Weiter geht es im Bogen durch den Bliestorfer Forst zum Gut Bliestorf, dem wir uns durch die fast 200 Jahre alte Schwarzpappelallee nähern. Das Herrenhaus des Gutes Bliestorf bietet heute ein stilvolles Ambiente für Veranstaltungen, Seminare oder Fotoshootings. Hier gibt es auch einen schönen Rastplatz, den wir für unsere wohlverdiente Mittagspause nutzen. Von hier hat man einen weiten Blick über Wiesen und Felder, die Sonne scheint, was will man mehr…? Der Rückweg führt durch den Wald mit reichlich Blaubeerbüschen. Wann müssen wir zur Ernte wiederkommen? Das letzte Stück des Weges geht entlang eines offenen Feldes nach Krummesse hinein. Hierbei passieren wir noch die Kornbrennerei Krummesse, die der heutigen Wanderung den Namen gab und die seit dem 18. Jahrhundert besteht. Hier wird seitdem der Krummesser Korn gebrannt. Heute haben wir allerdings keine Brennereibesichtigung gebucht, sondern lassen den interessanten Wandertag bei Kaffee und leckerem Kuchen in Ratekau auf halben Weg zurück nach Eutin gemütlich ausklingen.

Text und Bilder: Volker Hubl / Andrea Looks / Regina und Andreas Höper / Birgit Reimer 27. 04. 2026