Foto: Roland Günzer

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Sturmtief „Yulia“ hat den Wanderern einen ziemlich unbequemen Sonntag beschert. Nachdem bereits der Sonnabend ungemütlich und mit viel Wind und Regen endete, glaubte die Wanderfüherin nicht daran, daß überhaupt ein Wanderer zum vereinbarten Treffpunkt kommt. Weit gefehlt. Siebzehn Unerschrockene wollten es nun doch wissen! Allerdings kündigte die Wanderführerin bereits an, daß die Tour witterungsbedingt verkürzt werden muß. Einige Wege standen unter Wasser und die Rutschgefahr war groß. Los ging es am Bungsberg. Zuerst ein bißchen „Heimatkunde“: Der Bungsberg ist die höchste Erhebung Schleswig-Holsteins, mit 168 m. Der Bungsberg entstand während der letzten Eiszeit vor etwa 150 000 Jahren. Bei ihm handelt es sich um eine eiszeitliche Endmoräne. Vor rund 10.000 Jahren konnten die Gletscher den Berg, aufgrund seiner Höhe, nicht überwinden, umflossen ihn daher und bildeten damit einen Nunatak (aus der Eskimosprache abgeleitet). Vom „Gipfelkreuz“ hätte die Gruppe einen gutem Blick auf die hügelige Endmoränen-Landschaft gehabt, die durch die Eiszeit entstanden ist. Aber das Wetter hindert die Gruppe daran und so bleiben wir auf dem Plateau. Hier hat die Gruppe Gelegenheit, den Elisabethturm zu besteigen. 1863/1864 wurde der Turm von Großherzog Nikolaus Friedrich Peter errichtet und nach seiner Frau Elisabeth von Sachsen-Altenburg benannt. Nach gründlicher Renovierung ist er jetzt wieder zugänglich. Er wurde aus Granitquadern errichtet und ist 22 m hoch. 141 Stufen führen hinauf. Im dunklen Treppenhaus geben die farbenfrohen Glasfenster ein interessantes Licht. Die Fenster wurden von den Schülern der Friedrich-Hiller-Schule Schönwalde, gestaltet. Nach einer kurzen“Denkmalpause“ geht es weiter. Hier, am Bungsberg entspringt mit der Schwentine einer der längsten Flüsse Schleswig-Holsteins, die durch die Holsteinische Schweiz bis in die Kieler Förde fließt. Über den Kirchnücheler Weg geht es nach Mönchsneversdorf. Am Hofteich steht der Weg unter Wasser und die Gruppe geht strammen Schrittes in den Wald. Hier gibt es eine halbtrockene Mittagspause. Nachdem die Gruppe den idyllischen Schüttenteich umrundet hat, beginnt es schon wieder zu regnen. Hier kommt dann die wetterbedingte Abkürzung ins Spiel. Es geht auf dem direkten Weg zum Gläserlandkaten und wieder hinauf auf den Bungsberg. Unterwegs begegen uns sieben junge Pferde, die uns neugierig beobachten. Die Hälfe der Gruppe freut sich auf Kaffee und Kuchen im neuen Cafe „168 ü.NN“ auf dem Bungsberg. Wir wurden freundlich empfangen und der Kuchen war lecker.

Der Dank der Gruppe geht heute an Gisela.

(Ein Teil des Textes wurde „Wikipedia“ entnommen).