Pause am Dodauer See

Die Sonntagswanderer treffen sich bei strahlend blauem Himmel und weißen Wolken und sind für die letzte Wanderung im Wanderjahr 2019 gerüstet. Das Wanderjahr endet mit einer Tour zum „Butterberg“ und zu den Quellflüssen der Schwartau. Zuerst geht es in den Dodauer Forst. Ein Waldstück, daß zwischen Eutin und Malente liegt. Die Wege sind matschig und vom Regen der letzten Tagen stark aufgeweicht. Außerdem bläst ein starken Sturm. Tief „Wilfried“ und Tief „Xander“ hängen über Norddeutschland und keiner will dem Anderen die alleinige „Macht“ überlassen. Nach einer Weile gelangt die Gruppe zum Gut Rachut. Berühmt ist das Gut für seine Lindenallee. Alle vier Zufahrtswege zum Gut sind von ca 150 Jahr alten, eng zusammenstehenden Linden gesäumt. An der ehemaligen Schule steht die Uhr noch auf 6.10 h (morgens oder abends???). Weiter geht es durch die Feldmark. Der Wind bläst gewaltig und an eine Unterhatlung mit dem Nachbarn ist nicht zu denken. Vorbei am Urlaubs- und Erlebnisbauernhof Drögendiek gelangt die Gruppe dann, nach kurzem Weg, wieder in die Matschwüste. Bald ist die Gruppe am Dodauer See. Er steht unter Naturschutz und ist von der hügeligen Moränenlandschaft der Holsteinischen Schweiz umgeben. Hier sind die Quellflüsse der Schwartau, die durch ein unterirdisches Rohr hinüber auf die andere Seite der B 76 geführt werden. AmDodauer See gibt es eine kleine Pause für Essen, Trinken und Information. Schautafeln zeigen die Wiederherstellung des einst trocken gelegten Sees. Ein guter Vogelbeobachtungsposten. Weiter geht es hinauf zur B 76, die die Gruppe vorsichtig überquert. Und schon sind die Wanderer im Naturwald „Butterberg“. Ein typischer alter Buchenwald des holsteinischen Hügellandes. Warum der Berg so heißt, wie er heißt, kann niemand erklären. Er ist aufgrund seiner seltenen und gefährdeten Arten ein echter Hotspot unter den Naturwäldern.

Weiter geht es über die Kastanienallee zur Bräutigams-Eiche, einem Naturdenkmal.Sie war lange Zeit der einzige Baum der Welt miteiner eigenen Postanschrift und bringt Heiratswillige über einen toten Briefkasten in Kontakt. Überlieferungen zur Folge ist der Baum inzwischen über 500 Jahre alt. Hier wurde dann noch eine kleine Informationspause eingelegt und der 1.Vorsitzende bedankte sich beim heutigen Wanderführer Rainer für das gute Wetter und wünschte allen Mitgliedern und Gästen ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes wanderbares 2020. Damit geht das Wanderjahr 2019 zu Ende.

Ein Teil des Textes wurde dem „Naturführer durch Schleswig-Holstein“, Band 4, und Wikipedia, entnommen.