Trinkpause an der Travequelle in Gießelrade

Auf den Spuren des Raubritters Peter Muggel

Zum 1. Advent treffen sich die Sonntags-Wanderer mit viel guter Laune. Alle wollen auf den Spuren des Raubritters Peter Muggel wandern und mehr über den „Kumpel“ von Klaus Störtebecker erfahren. Los geht die Tour in Schwienkuhlen, denn hier hat Peter Muggel sein Unwesen getrieben. Die Rundwanderung führt zuerst zur Travequelle. Die Trave entspringt in Gießelrade. In der Dorfmitte befindet sich der Quelltümpel. Von hier fließt sie in alten Schmelzwasserbetten der letzten Eiszeit zuerst in südwestlicher Richtung, um dann bei Travemünde, nach 124 km, in die Ostsee zu fließen. Eine gute Gelegenheit für eine kleine Trinkpause. Von Gießelrade geht es dann hinauf auf den „Krähenberg“. Hier ist das Reich von Peter Muggel, so heißt der Berg auch im allgemeinen Sprachgebrauch nur der „Muggelberg“. Im Wald merkt man auch wieder die Holsteinische Schweiz, denn der Krähenberg ist immerhin 70 m hoch. Rechts und links des Weges kann man auch wieder Hügelgräber entdecken. Ein Beweis, dass es hier schon eine sehr frühe Besiedelung gab. Unter den Füßen der Wanderer raschelt das bunte Laub. Nach dem schützenden Wald geht es wieder hinunter nach Schwienkuhlen. Was ist nun mit Peter Muggel? An einem Aussichtspunkt klärt die Wanderführerin die Gruppe auf! Ein kühner Räuber, der das Dorf und Schloss!!! in seinem Besitz hatte. Das Schloss lag auf dem Krähenberg. Er plünderte die ganze Gegend und passte die reichbeladenen Wagen der Kaufleute ab. Bis Soldaten Dorf und Schloss niederbrannten und glaubten, endlich sei alles gut. Weit gefehlt, ein Peter Muggel lässt sich nicht so leicht vertreiben. Seinen Schatz vergrub er dann, mit Hilfe des Teufels, in einer Grube. Der Teufel setzte sein Siegel darauf. Schließlich wurde er doch gefangen und ermordet.

Zwischen Hoch „Romy“ und Hoch „Sarena“ ist das Wanderwetter trüb und nebelig. Noch heute jagt er auf seinem dreibeinigen Schimmel nachts durch das Dorf. Durch den Nebel konnte die Gruppe Peter Muggel auf seinem Schimmel erahnen. Der Dank geht heute an Christina, die uns diese Geschichte erzählt hat und keine Angst vor Peter Muggel hat. Dank auch dafür, dass wir uns bei Früchtepunsch und Keksen in ihrem Haus aufwärmen durften.