Foto: Roland Günzer

„Wandern gegen den Winterblues“, dieser Aufforderung folgen die Sonntagswanderer und treffen sich an der Schäferei. Von hier geht es in zwei Gruppen durch den Eutiner Staatsforst. Bei stahlblauem Himmel raschelt das bunte Laub unter den Füßen der Wanderer. Am „Tanneck“ überquert die Gruppe die Straße und geht weiter durch den Wald, immer wieder begegnet der Gruppe das Wanderzeichen des Europäischen Fernwanderweges 1 und 6. Bald blitzt der Griebeler See durch die Bäume. Er ist umgeben von einer hügeligen Moränenlandschaft mit steilabfallenden Hängen. Er fließt über den Lachsbach ab in das Neustädter Binnenwasser.

Unter dem bunten Blätterdach der Buchen geht es weiter zur sog. Wolfsschlucht, die sich tief in den Wald eingegraben hat. Zwischendurch kann die Gruppe im Wald Zeitzeugen früher Vergangenheit entdecken. Hügelgräber aus verschiedenen Epochen liegen verborgen im Dickicht. Weiter geht es durch das “Hohe Holz” zum kleinen Kolksee. Er liegt in einem von Buchen und Erlen bestehenden Laubwald. Der Kolksee hat keine natürlichen Zu- oder Abflüsse. Bei dem Kolksee handelt es sich, wie auch bei den darumherumliegenden “Seen“, um Toteislöcher aus der Weichsel-Kaltzeit. Der Kolksee ist an der tiefsten Stelle ca. 6m tief und aufgrund seiner steil abfallenden Ufer zum Baden ungeeignet. Nach Erzählungen soll hier in den letzten Kriegstagen ein Panzer versenkt worden sein und er soll auch noch im See liegen. Immer wieder trifft die Gruppe auf den Europäischen Fernwanderweg, der bis zum Ende der Wanderbegleiter ist. Unser “Wanderkind” hat sich gut gehalten. Ein hohes Lob für Kind und Eltern. Norddeutschlands bester Wettermacher hat wieder alles Richtig gemacht. Der Dank geht heute an die beiden Wanderführer Siegfried und Klaus.