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Blutweiderich am Wegrand

Mit dem Wanderverein durch das Brenner Moor und zum Kloster Nütschau

Im Jubiläumsjahr hat der Wanderverein Ostholstein immer wieder ganz besondere Leuchtturm-Wanderungen für seine Mitglieder im Programm. So am letzten Sonntag. Es ging zum Kloster Nütschau. Von hier, einem Benediktinerkloster bei Bad Oldeloe, startet eine 10 km lange Tour. Der Weg führt zuerst durch die Wolkenweher Niederung, um dann über Holzbohlen, schon erste Teile des Brenner Moores erkennen zu lassen. Es ist das größte binnenländische Salzmoor in Schleswig-Holstein. Das Salz stammt aus einer Tiefe von etwa 500 Metern, mit einer hohen Konzentration. An einigen Stellen hat das Wasser einen Salzgehalt, der der Nordsee entspricht. Die salzige Umgebung zieht Pflanzen an, die sonst nur in Küstennähe zu finden sind, wie z.B. den Queller. Im Schilf findet man auch viele seltene Vogelarten.

Weiter führt der Weg zum Gut Altfresenburg. Das Gut geht auf eine slawische burg des 8. Jhrhdts. Zurück. Ca. 1700 erworb Familie von Buchwaldt das Gut und erbaute ein Gutshaus im klassizistischen Stil.

Der weitere Weg führt über eine Ebene, Zeit für eine Mittagsrast. Auf dem weiteren Weg gibt es auch imer wieder etwas Schatten, denn Hoch „Corina“ sorgt für sehr warmes Sommerwetter. So müssen auch immer wieder kleine Trinkpausen eingelegt werden. Wieder überquert die Gruppe die Trave und der Weg führt hinunter, entlang des Wassersport- und Kleingartenvereins Bad Oldesloe von 1933. Eine einmalige Kombination. 36 Kleingärten werden liebevoll gepflegt. Von hier hat man einen guten Blick auf den „Alfresenburger Ringwall“. Hier wurde eine etwa 5000 Jahre alte Siedlung gefunden, die wissenschaftlich von der Uni Kiel untersucht wird und aus der schon über 10.000 Funde geborgen wurden. Weiter geht es nun endlich wieder in das Brenner Moor. Wieder über Holzbohlen geht es an verschiedenen Informationstafeln vorbei und es wird vieles über das Moor erklärt. Rechts und links des Weges blühen in aufregendem Pink der Blutweiderich und die bescheidenere Binse. Auch der Rohrkolben ragt aufrecht dunkelbraun aus dem Wasser. Und bald schon ist die Gruppe wieder an der Wolkweher Niederung. Alle drängt es zum anschließenden Kaffeetrinken in der Klosterküche. Die meisten Wanderer sind zum ersten Mal am Kloster Nütschau. Der Renaissancebau ist eines der ältesten Herrenhäuser der Region und bildet den Mittelpunkt der noch recht jungen Klosteranlage, die erst seit 1951 als Benediktinerkloster geführt wird. Derzeit leben hier18 Mönche. Zum Abschluß der aufregenden Tour gibt es einen Einblick in die sehr interessante Klosterkirche von 1954. Die Fenster der Klosterkirche wurden von dem Glaskünstler Siefried Assmann gestaltet. Mit vielen Eindrücken haben sich die Wanderer auf den Heimweg gemacht.