Die Sonntagswanderung ist kein „Treppenlauf“

Norddeutschlands bester Wettermacher hat für den Wander-Sonntag perfektes Wanderwetter angesagt. Das haben 46 Wanderer gewußt und wollten sich die beiden Gute-Laune-Touren nicht entgehen lassen. Von Plön ging es zuerst entlang des Schöhsees. Verschiedene Wanderzeichen begleiten die Gruppe. Der in einer hügeligen Landschaft der letzten Eiszeit gelegene See ist das Jagdgebiet des Seeadlers. Am Seeufer teilt sich die Gruppe in „Kurz“ und „Lang“. 10 Wanderer wandern weiter am Schöhsee. Der Rest der Gruppe überquert die L 430. Von hier geht es durch einen Hohlweg, bergauf, in Richtung Rathjensdorf. Immer wieder gibt es wunderschöne Ausblicke auf den blau blitzenden Trammer See und den Großen Warder. AmWeg finden sich Holunderbüsche, der Waldziest und die Acker-Kratzdistel begleiten ebenfalls die Gruppe, auch wilder Dill oder „Gurkenkraut“ steht am Weg.

Am Ende des Hohlweges ist ein Beobachtungsposten der Seeadlerschutzgruppe. Ehrenamtler beoachten von hier aus den in ca. 800 m entfernt liegenden Adlerhorst. Führen Buch über den Bruterfolg und die Aufzucht der Greifvögel. Aber nicht jedes Jahr gibt es einen Bruterfolg. Am Beobachtungsposten gibt es inzwischen auch eine große Infotafel über den größten Greifvogel Mitteleuropas. Der Horst ist inzwischen leer. „Familie“ Seeadler ist nicht zuhause. Weiter geht es durch Rathjensdorf bis zu einer Abzweigung. Von hier geht es wieder durch offenes Gelände mit vielen schönen Ausblicken auf das Plöner Schloss und den Trammer See. Der Wind bläßt der Gruppe kräftig ins Geschicht und verscheucht trübe Gedanken. Weiter geht es entlang des Trammer Sees, durch den Ort Tramm, bis zur B 76. Diese unterquert die Gruppe und gelangt nach Plön. Durch die Lange Straße geht es durch die Stadt, vorbei am Markplatz und der Nikolaikirche, die im Stil der Neuromanik erbaut wurde. Noch ein kurzer Blick auf den Großen Plöner See und schon sind 10 Kilometer gelaufen. Der Dank geht heute an die beiden Wanderführer Rainer und Gerhard.