Jubiläums-Sternwanderung am 23.06.2019 zum „Hohensasel“ und durch das „Gowenser Gehege“.

Hoch „Ulla“ beschert den Jubiläums-Wanderern allerfeinstes Wanderwetter. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen starten die Gruppen an der großen Feldsteinkirche in Neukirchen, die mit ihrem 40 m hohen Rundturm die kleine Gemeinde überragt. Im späten 12. Jahrhundert erbaut, ist sie eine charakteristische ostholsteinische Landkirche. In vier Gruppen geht es durch die Hügellandschaft der Holsteinischen Schweiz. Aufmerksame Wanderer entdecken einige Hügelgräber, die signalisieren, daß es hier auch vor uns bereits eine Besiedlung gab. Die Bestattung unter einem Erdhügel endete erst mit der Christianisierung etwa 1050 n. Chr.. Die Hügelgräber begleiten die Gruppe während der Wanderung.

Die Gruppen „Hohensasel“ kommen an einem Windrad vorbei, daß dem Eigentümer jährlich ca. 180.000 kw/h Strom einbringt und damit sechzig 2-Personen-Haushalte versorgen könnte. Im kleinen Dorf Sasel trennen sich die beiden Gruppen. Die 8-km-Gruppe geht jetzt durch Sasel, an Söhren vorbei, ein Stück entlang des Truppenübungsplatzes und dann wieder hinunter nach Neukirchen. Unterwegs kommt die Gruppe an der alten Schule von Söhren vorbei. Hier ist heute das Atelier „Brennnessel“. Der Eigentümer gewährt der kleinen Gruppe Einlaß und zeigt stolz seine Skulpturen aus Metall, Holz, Ton, Stein etc.. Der „Zirkelmann“ ist ein besonderes Objekt. Die 12-km-Gruppe wendet sich nach links, Richtung Gut Rantzau. Der Reiz dieser Region ergibt sich aus der abwechslungsreichen Landschaft, die während der letzten Eiszeit entstanden ist. Im Tal fließt die kleine Kossau. Sie entspringt in der Nähe der Rixdorfer Teiche, fließt durch den Großen Binnensee und bei Hohwacht in die Ostsee. Weiter geht es durch das Naturschutzgebiet Dannau. Das NSG ist Bestandteil des Europäischen Netzes Natura 2000. Zu den Besonderheiten des NSG`s zählen ausgedehnte Buchenwälder sowie feuchte Hochstaudenflure. Hier ist das Reich der Rotbauchunke. Am Ende der Wanderung hat die Gruppe den Truppenübungsplatz fast umrundet. An der ehemaligen „Ziegelei“ treffen beide Wandergruppen wieder zusammen.

Die Wanderungen durch das „Gowenser Gehege“ beginnen am Neukirchener Friedhof. Von dort ging es über den Haßkampsberg hinüber in das „Malkwitzer Buchholz“ und weiter Richtung Söhren. Hier liegt das kleinste (ca. 80 Einwohner), aber auch ursprünglichste Dorf der Gemeinde Malente. Im Tal findet man ein gepflegtes und seltenes Rundangerdorf und am Dorfteich steht ein Tisch mit Bänken, bereit für eine kleine Pause. Die Sonne scheint und alle Wanderer geniessen die frühsommerliche Wärme. Gestärkt geht es hinauf auf 66 Höhenmeter, für heute die höchste Erhebung und mit weitem Blick zum 168 m hohen Bungsberg, und weiter zum „Gowenser Gehege“. Immer wieder geht es leicht bergan und auch hier läßt sich die letzte Eiszeit mit ihrer Endmoränenlandschaft nicht verleugnen. Rechts und links des Weges liegen die Höfe Timmrade und Luxrade, die zur Gemeinde Dannau gehören und erstmals 1286 erwähnt wurden. Die Ursprünge der Siedlung sind vermutlich slawisch. Weiter geht es durch das Neukirchener Holz und der Haßkampsberg mit seinen“stattlichen“ 56 m liegt nun auf der linken Seite des Weges. Insgesamt haben die Gruppen heute 40 kmzurückgelegt und haben ihr Ziel erreicht: 40 Jahre Wanderverein Ostholstein = 40 km Wanderungen. Das anschließende Kaffeetrinken im Neukirchener Hof haben alle Beteiligten genossen. Der Dank geht heute die vier Wanderführer Gisela und Dagmar und Siegfried und Roland.