Die Sonnen-Sonntagswanderer trafen sich für eine besondere Jubiläums-Wanderung. Zuerst stand eine Führung durch das Eutiner Schloß auf dem Programm. Unsere Mitwanderin Maren, gleichzeitig auch Schloßführerin, betreute die Gruppe aufmerksam und gab viel Interessantes zum Besten. Von den Ursprüngen des Schlosses bis zur Neuzeit erklärte sie und beantwortete geduldig viele Fragen. Nach gut 1,5 Stunden Schloßführung ging es nun hinaus in den sonnigen Sonntag. Bei „bayrischem“ Himmel trifft die Gruppe an der Schloßbrücke auf einen Redakteuer der Lübecker Nachrichten, der die Gruppe heute ein Stück begleitet und über den Wanderverein berichtet. Geführt von unserem ehemaligen ersten Vorsitzender Dieter beginnt die Tour an der Stadtbucht und führt weiter durch den Seepark. Immer wieder erzählt Dieter aus seiner langjährigen Erfahrung als Wanderführer Interessantes. An der Bebensundbrücke kommt das nächste „Doentjes“. Warum heißt die Brücke, wie sie heißt??? Keiner weiß es, auch unser Wanderführer nicht! Im Seeschaarwald erklärt er der Gruppe den von einem Förster angelegten „Waldpfad“. Was wird aus dem Holz des hiesigen Waldes? Besondere Aufmerksamkeit findet die Gemeine Esche, die mit ihrem sehr harten Holz die meisten anderen heimischen Holzarten übertrifft und daher für Stiele von Gartengeräten, bes. Spaten, gut geeignet ist. Daher der plattdeutsche Ausdruck „Escher“. Das gute Wanderwetter kommt von „Servatius“. Einer der Wetterheiligen, die Anfang Mai nochmal für Nachtfröste sorgen. Der Weg führt die Gruppe durch den Seescharwald, der bereits 1973 zum Erholungswald erklärt wurde. Besonders erwähnenswert ist, daß er während des Zweiten Weltkrieges Versteck Flüchtiger war. Diese wurden von den Fissauer Familien mit Essen versorgt. Inzwischen liegt rechts vom Wanderweg ein quietschgelbes Rapsfeld und es duftet nach Rapshonig. Die Gruppe kommt nun an die Dorfstraße. Hier am Eingang nach Fissau und an der „Krete“ stehen jeweils ein reetgedecktes Willkommensschild. Bereits im Jahr 1201 wurde Fissau erstmals urkundlich erwähnt. Weiter geht es hinunter zum Großen Eutiner See und am Schwimmbad erklärt uns unser Wanderführer, warum das Bad „Kirsten-Bruhns-Bad“ heißt. Sie ist eine erfolgreiche deutsche Schwimmerin und in Eutin geboren. Und schon ist die Gruppe wieder an ihrem Ausgangspunkt. Es war ein erfolgreicher Tag. Eine tolle Schloßführung, eine tolle Wanderung. Unser Wanderführer entläßt die Gruppe noch mit einer Geschichte. Und die Gruppe entläßt den Wanderführer in seinen wohlverdienten „Wanderführer-Ruhestand“! Lieber Dieter, vielen Dank dafür.