Für den Wander-Sonntag hat der Wanderverein Ostholstein zu einer seiner Leuchtturm-Wanderungen eingeladen. Mitglieder und Gäste wollten gemeinsam das „Dummersdorfer Ufer“ erkunden. Bereits 1958 als Naturschutzgebiet ausgewiesen, wurde es Anfang der 90er Jahre um fast das 10-fache seiner Fläche erweitert und verfügt nun über 340 ha. Vom Parkplatz „Hirtenbergweg“ geht es zuerst auf dem mit einem grünen Blatt gekennzeichneten Weg durch den frühlingshaften Niederwald, unter dem sich auch lichtbedürftige Gehölze und Kräuter entwickeln können. Ansonsten sind Niederwälder fast ganz aus unserer Landschaft verschwunden. Der Niederwald ist auch die Grenze des NSG`s. Weiter geht es, oberhalb des Trave-Ufers, bis zum nördlichsten Punkt des Dummersdorfer Ufers. Von hier hat die Gruppe einen schönen Blick hinüber zum Skandinavien-Kai. Gerade wird dort eine Fähre beladen. Zurück geht es durch den gebüschreichen Niederwald. Hier wird bereits seit dem 16. Jahrhundert Brennholz gewonnen. Weiter geht es zum Denkmal für „Alt-Travemünde“. Hier befand sich bereits vor 1184 eine erste slawische Ansiedlung, die Graf Adolf II. zerstören ließ. Die wichtige Travemündung mit zwei Fähren wollte er selbst nutzen. Heute, bei Nieselregen, sind leider nicht viele Schiffe auf dem Wasser. Weiterhin folgt die Gruppe dem Weg zu den Ballastbergen. Hier haben im Mittelalter auslaufende Schiffe Sand und Kies abgegraben, um es als Schiffsballast zu nutzen. Der Nieselregen lädt leider nicht zu längerenPausen ein und daher geht es zügig weiter. Entlang des Steilufers geht es zu einem weiteren Aussichtpunkt. Bei gutemWetter kann man hier viel sehen, aber heute nicht! Norddeutschlands bester Wettermacher hat für heute Mittag gutes Wetter versprochen, er hat allerdings nicht gesagt WO!