Durch das Naturschutzgebiet „Oldenburger Bruch“ am 24.03.2019

Gute Wanderbedingungen sorgten am Wandersonntag für eine rege Beteiligung. 27 Teilnehmer sowie 2 Gäste ließen sich auch von der etwas weiteren Anfahrt nicht abschrecken. Das NSG „Oldenburger Bruch“ ist ein Bestandteil der großen Niederung Oldenburger Graben, die sich quer durch die Wagrische Halbinsel erstreckt. Die reich gegliederte Niedermoorlandschaft ist Lebensraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Das Gebiet steht seit 1998 unter Naturschutz. Im Bereich des „Kleinen Bungsberges“ findet man im Sommer besonders die geschützte Karthäuser Nelke. Für das NSG sind besonders charakteristisch die Kopfweiden und -pappeln. Durch ständiges Beschneiden der Bäume im Rahmen der sog. „Kopfholzwirtschaft“ entstanden die bizarr geformten Bäume. Die Seitentriebe wurden für Flechtwerk und Ruten genutzt. Die Pflege der Bäume zur Erhaltung des „Lebensraumes Kopfbaum“ sind auf der Wanderung deutlich erkennbar. Zu den bedrohten Tierarten zählt auch der Steinkauz. Ehemals war der Oldenburger Bruch das am dichtesten besiedelte Gebiet dieses Vogels. Immer wieder trifft die Gruppe auf Schautafeln, die die Entwicklung des Gebietes verdeutlichen. Nach knapp 10 Kilometern sind die Wanderer wieder am Ausgangspunkt. Das Ergebnis der „heißen“ Wanderung kann man sehen! Der Dank ging diesmal an die Wanderführerin Gardy, die sich mit ihren Erklärungen viel Mühe gemacht hat und auch für allerbeste Wetterbedingungen gesorgt hat. Eine kleine Gruppe hat beim abschließenden Kaffeetrinken die Impressionen noch vertieft.

(in Teilen aus Naturführer durch SH, Band 2)