Wandern im Januar 2019

Im trüben, wetterwendische Januar bot der Wanderverein nur Wanderungen im Nahbereich an. Mit Schwung und Energie haben sich am 13.01. Mitglieder und Gäste zur ersten Wanderung im neuen Wanderjahr getroffen. Von Malente ging es rund um den „Holzberg“. Im Herzen der Holsteinischen Schweiz liegt der Holzberg mit seinen ca. 90 „Höhenmetern“. Bei gutem Wetter hat man vom ca. 25 m hohen Turm einen weiten Blick über die Holsteinischen Schweiz. Leider konnte der geplante Neubau bis jetzt noch nicht umgesetzt werden. Der Weg führt zum Hof Radlandsichten. Schon von weitem erkennt man das winterliche Skelett des Hochseilgartens. Weiter geht es in den Wald. Am Eingang des Waldweges hängt ein Schild, daß auf einen möglichen Wolf hinweist. Hier macht die Gruppe eine verdiente Picknickpause. Keiner der Teilnehmer hat Angst vor dem Wolf! Nun wird der Weg feucht und schlammig, aber bald ist die Gruppe am Aussichtpunkt „Hafkamp“ mit schönem Blick auf den Holzberg. Fast scheint ein bißchen die Sonne. Weiter geht es zur „Quelle der gebrochenen Herzen“. Die Geschichte erzählt, daß, wer aus der Quelle trinkt, von Liebesleid und Einsamkeit befreit wird. Die Gruppe dankt es dem Wanderführer Günther, daß er doch ein bißchen das Wetter beeinflussen konnte und es nicht nur geregnet hat.

Am 20.01. ging es dann von Rachut zum Smaland Findling im Steingarten von Kreuzfeld. Im Waldgebiet „Holm“ und „Seekamp“ begegnen der Gruppe immer wieder Eulen. In der Nähe wohnt ein „Motorsägenkünstler“, der im Wald seine Kunst hinterläßt. Am Gelände des Motorcross-Clubs Malente gibt es eine kleine Mittagspause. Mit warmen Tee und „Käsebrot“ stärkt sich die Gruppe für den weiteren Weg. An der L 56 geht es dann links und fast kann man den Findling schon sehen, so groß ist er! Am Eingang des Steingartens findet die Gruppe dann den Smaland Granit, ca. 2 Milliarden Jahre alt. Er wird auch „Wandhoff-Findling“ genannt, weil er 1983 in der benachbarten Kiesgrube der Firma Wandhoff gefunden wurde. Unter Einsatz von schwerem Gerät wurde er aus der Kiesgrube geborgen und wird nun, zusammen mit zahlreichen anderen Findlingen in einem geologischen „Findlingsgarten“ ausgestellt. Er wiegt ca. 126 Tonnen und ist 4,0 Meter hoch. Er kam mit der letzten Eiszeit aus Mittelschweden zu uns. Der Riesenfindling ist seit 1992 als Naturdenkmal geschützt (Auszug aus „Wikipedia“). Hier gibt es dann das obligatorische „Findlings-Foto“. Am Ende der Wanderung kam sogar noch etwas Sonne durch die Wolkendecke. Die Wanderer danken es den beiden Wanderführern Gisela und Rainer.

Die dritte Wanderung im trüben Januar führt von Röbel nach Eutin. Mit dem Linienbus geht es nach Röbel. Von starten 19 Wanderer in das Röbeler Holz. Bei Regen gestaltet sich die Sonntagswanderung zu einer „Matschparty“. Dennoch verlieren die Wanderer nicht ihre gute Laune. Es kann nur besser werden! Unterwegs sieht die Gruppe Kraniche am Himmel. Die Wanderung führt durch Zarnekau und nach einem zweiten Matschweg ist die Gruppe auch schon am Hof Gamal. Von hier geht es nun etwa gemäßigter auf Asphalt. Am Redderkrug geht es dann hinunter zum Großen Eutiner See. Bald schon trifft die Gruppe auf eine sehr verwachsene Esche. Zusammen mit der danebenstehenden Eiche bilden beide Bäume ein Biotop für den „Eremit“. Der zu den Rosenkäfern gehörende „Eremit“ bevorzugt Höhlen in Laubbäumen als Lebensraum. Er steht auf der Roten Liste gefährdeter Tiere und ist durch die FFH-Richtlinie geschützt. Die letzten Meter hat die Gruppe auch noch geschafft. Der Dank ging heute an Annegret und Uwe, die trotz des schaurigen Wetters die Gruppe zielsicher an den Ausgangspunkt zurückgebracht haben.

Mehr gute Laune-Touren gibt es im Wanderprogramm.