Foto: Rainer Zimny

Der November-Sonntag liegt im Nebel. Dennoch wollten sich die Wanderer die satten Herbstfarben der „Großen Wildkoppel“ nicht entgehen lassen. Bunt leuchtet das Laub der Buchen und Eichen. Viele Dichter haben den Herbst in ihre Gedichte eingefangen, sogar Kaiserin Sisi hat ein Herbstgedicht geschrieben. Los geht es am Voßberg, hinauf in den bunten Wald. Das Laub raschelt unter den Füßen. Den Boden bedecken Eicheln, aus denen man in früheren Notzeiten den „Muckefuck“, einen Ersatzkaffee, hergestellt hat. Kreuz und quer führt der abenteuerliche Weg durch das Waldgebiet, bis auf 100 m Höhe. Der höchste Punkt für die heutige Wanderung. Im Wald kann man, wenn man genau hinschaut, Hügelgräber entdecken. Mehrfach überquert die Gruppe die Schwentine, einer der längsten Flüsse Schleswig-Holsteins. Der Weg führt hinunter zum Stendorfer See, der eingebettet in die hügelige Moränenlandschaft der Holsteinischen Schweiz liegt. Der See wird von Osten nach Westen von der Schwentine durchflossen. Im Hintergrund erkennt man das Gut Stendorf, daß bereits im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt wurde. Es hatte eine wechselvolle Geschichte und ist heute in Privatbesitz. Aufgrund seiner idyllischen Lage war es mehrfach Drehort für Fernseh- und Kinofilme, so z.B. im Jahr 2012: „Der Geschmack nach Apfelkernen“, eine Familiensaga. Am Dorfplatz endet die Sonntags-Wanderung. Der Dank der Gruppe geht heute an Ingrid und Norddeutschlands bester Wettermacher hat es wieder einmal gut mit den Wanderern gemeint.