Foto: Rainer Zimny

Für den Wandersonntag hat der Wanderverein seine Mitglieder und Gäste wieder zu einer besonderen „Kulturwanderung“ eingeladen. Unter dem Motto „Eisen und Schwentine“ trafen sich die Teilnehmer im Schloß Bredeneek. Auf dem Parkplatz wird die Gruppe bereits von Frau Lee und Fräulein Luv empfangen. Zwei Figuren mit wehenden Haaren, deren Leichtigkeit die Schwere des Metalles aufheben. Hier, im ehemaligen Reitstall, sind die Werkstätten von Isabel und Kurt Lange unterbracht. Beide haben die Wandergruppe in ihre Arbeit eingeführt und gut eine Stunde durften die Wanderer in den Werkstätten stöbern. Zuerst war die Gruppe in der riesigen Halle, in der auch große Objekte gelagert werden können. Danach ging es hinüber zur Esse. Der Ofen faucht und hier demonstriert Herr Lange mit den verschiedenen Zangen, wie aus einer Drathkugel eine Metallkugel wird. Dann wirft er noch den alten Lufthammer an. Viele Jahre stand der Hammer von 1949 auf einer Werft. Jetzt findet er sein „Gnadenbrot“ in den Werkstätten der Langes. Zuletzt ging es noch in den Ausstellungraum, in dem viele Werke des Künstlerpaares zu sehen sind. Von kleinen, feinen Tauben bis zu filigran durchbrochenen Figuren.

An diesem Sonntag steht auch noch eine große Wanderung im Programm. Auf dem Europäischen Fernwanderweg E 1/E 6 geht es vom Rosensee entlang des Altarmes der Schwentine. Die Schwentine wurde hier 1904 im Zuge des Baues der zwei Schwentine-Wasserkraftwerke für die Howaldtwerke (HDW) in Kiel, die sich heute im Besitz der Kieler Stadtwerke befinden, zum Rosensee angestaut. Der lichte Frühlingswald zeigt bereits ein hellgrünes Blätterdach, unter dem immer noch die Buschwindröschen blühen. 1984 wurde der Altarm als NSG ausgewiesen, weil er Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere bietet. Das Schwentine-Tal ist durch eine Kette von Toteisfeldern entstanden. Diese Sonntagstour war wieder ein kulturelles und sportliches Erlebnis.