Zum „Hohensasel“ und in das Reich der Rotbauchunke am 08.04.2018  (Foto: Rainer Zimny)

Die erste Wanderung im Vorfrühlingmonat April führt die Wanderer von Neukirchen zum „Hohensasel“. Die Wanderer treffen sich an der großen Feldsteinkirche in Neukirchen, die mit ihrem 40 m hohen Rundturm die kleine Gemeinde überragt. Im späten 12. Jahrhundert erbaut, ist sie eine charakteristische ostholsteinische Landkirche. In zwei Gruppen geht es durch die Hügellandschaft der Holsteinischen Schweiz. Aufmerksame Wanderer entdecken einige Hügelgräber, die signalisieren, daß es hier auch vor uns bereits eine Besiedlung gab. Die Bestattung unter einem Erdhügel endete erst mit der Christianisierung etwa 1050 n. Chr.. Die Hügelgräber begleiten die Gruppe während der Wanderung. Unterwegs jagt der Seeadler über die Köpfe der Wandergruppe. Er ist wohl schon eifrig an der „Planung“ für sein neues Heim, denn die Kinder kommen bald. Wir kommen an einem Windrad vorbei, daß dem Eigentümer jährlich ca. 180.000 kw/h Strom einbringt und damit sechzig 2-Personen-Haushalte versorgen könnte. Weiter geht es hinunter nach Sasel. Hier trennen sich die beiden Gruppen. Die 8-km-Gruppe geht jetzt durch Sasel, an Söhren vorbei, ein Stück entlang des Truppenübungsplatzes und dann wieder hinunter nach Neukirchen. Unterwegs trifft die Gruppe auf den „Rantzau-Stein“. Ein Findling aus der letzten Eiszeit, der einmal ein Opferstein war. Die 12-km-Gruppe wendet sich nach links, Richtung Gut Rantzau. Der Reiz dieser Region ergibt sich aus der abwechslungsreichen Landschaft, die während der letzten Eiszeit entstanden ist. Am Rastplatz „Kossau“ gibt es eine kleine Mittagsvesper. Die kleine Kossau entspringt in der Nähe der Rixdorfer Teiche, fließt durch den Großen Binnensee und bei Hohwacht in die Ostsee. Die heutige Gutsanlage „Rantzau“ ist aus einem mittelalterlichen Hof entstanden, der 1590 modernisiert wurde. Weiter geht es durch das Naturschutzgebiet Dannau, daß heute ziemlich „wässrig“ ist. Das Naturschutzgebiet ist Bestandteil des Europäischen Netzes Natura 2000. Zu den Besonderheiten des NSG`s zählen ausgedehnte Buchenwälder sowie feuchte Hochstaudenflure. Hier ist das Reich der Rotbauchunke. Immer wieder sieht man den Seeadler über dem Gewässer. Am Ende der Wanderung hat die Gruppe den Truppenübungsplatz fast umrundet. An der ehemaligen „Ziegelei“ treffen beide Wandergruppen wieder zusammen. Von hier aus geht es auch für die „grosse“ Gruppe zurück nach Neukirchen. Dort warten bereits Kaffee und Kuchen auf alle Wanderer.