Wandern im Winterwanderland (Foto: Rainer Zimny)

Die erste Wanderung des Monats ging durch die winterlichen Kasseedorfer Tannen und den „Ochsenhals“ zum Kolksee. Das NSG liegt in der hügeligen Moränenlandschaft der Holsteinischen Schweiz und ist Nahrungsgebiet für den Seeadler. Der Wanderweg führt auf dem Europäischen Fernwanderweg 1 und 6 sowie auf den neumarkierten Wanderwegen des Naturparks Holsteinische Schweiz. Der zugefrorene Kolksee liegt in einem von Buchen und Erlen bestehenden Laubwald. Er hat keine natürlichen Zu- oder Abflüsse. Es handelt sich beim ihm, wie auch bei den Seen der gesamten Region, um Toteislöcher aus der Weichsel-Kaltzeit.

Die Wanderung am 11.03. führte durch den Winterwald von Schönwalde am Bungsberg. Aufmerksame Wanderer entdecken in der Großen Wildkoppel einige Hügelgräber, die signalisieren, daß es hier auch vor uns bereits eine Besiedlung gab. Die Bestattung unter einem Erdhügel endete erst mit der Christianisierung etwa 1050 n. Chr.. Am Horizont erscheint der Funkturm des Bungsberges. In der „Großen Wildkoppel“ mäandert die junge Schwentine, die am 168 m hohen Bungsberg entspringt und bei Kiel in die Ostsee mündet. Am Ende der Wanderung liegt das Stiftungsland „Brekmissen“. Auf der „Wilden Weide“ grasen im Sommer in Ruhe Schottische Hochlandrinder. Sie sind die idealen Weidepfleger.

Am 18.03. ging es dann auf „Schleichwegen“ von Röbel zum Steinberg. Entlang der alten Bahntrasse von Eutin nach Neustadt führt ein gut begehbarer Wanderweg durch unberührte Natur. Weiter geht es zur „Schwedenkuhle”, die möglicherweise ein Geheimnis birgt! Sicher ist, daß hier bereits der Sonnentau gesichtet wurde, eine stark gefährdete Wildpflanze.

Der Wandermonat März hat leider keine idealen Wanderbedingungen geboten. Aber die Wanderer und Gäste haben tapfer manch schlechter Witterung getrotzt. Das ist ein Zeichen dafür, daß man bei jedem Wetter Wandern kann und das Wandern eine positive Wirkung auf Körper und Seele hat.